Evopro Systems Engineering: Know-how in der Mechatronik

Dynamisches Wachstum ist ein Merkmal der jungen Firmengeschichte der Evopro Systems Engineering AG: Im Gründungsjahr 2009 ist sie mit neun Mitarbeitern als GmbH gestartet. 2011 wurde das Technologie-Unternehmen zur AG umfirmiert. Heute arbeiten knapp 90 Beschäftigte für die nicht börsennotierte Aktiengesellschaft.

Als Systemintegrator und Dienstleister bietet die Evopro Systems Engineering AG ihren Kunden aus der Industrie individuelle Entwicklungs- und Komplettlösungen an. Das Unternehmen ist Teil der österreichischen Linepro Unternehmensgruppe, die als international agierende Holding mehrere Gesellschaften steuert, die vor allem in Osteuropa tätig sind. Evopro ist neben den Hauptstandorten Nürnberg und Regensburg mit Projektbüros in Amberg, Berlin, Bonn und Karlsruhe vertreten.

Das Unternehmen ist in den Geschäftsbereichen Automatisierung, Hardware-Entwicklung und Prüftechnik, Software-Entwicklung und Media-Solutions aktiv. Hier bietet Evopro neben der Visualisierung (beispielsweise 3D-Datenerstellung oder 2D-Grafiken) und Texten (Handbücher, Betriebsanleitungen etc.) die gesamte Palette der Darstellungsformen für neue Medien an, etwa 3D-Applikationen, Flash-Animationen und Web-Design. Darüber hinaus gehören Konzepte und Lösungen für das Wissensmanagement zum Portfolio – von der Anlagendokumentation über das Terminologie-Management und Dokumentationstools bis hin zu kompletten Content-Management-Systemen.

Auf der Referenz-Liste des Technologie-Unternehmens stehen Siemens, BMW und Grammer sowie andere renommierte Auftraggeber aus der Industrie wie BSH Bosch, Krones und GE Aviation. Die Kunden kommen aus den Branchen Elektronik, Pharma, Verpackung, Sondermaschinenbau, Wasser- und Energiewirtschaft sowie Automobilindustrie.

Einen wichtigen Schwerpunkt für die weitere Firmenentwicklung sieht Vorstand Birgit Otte in der Mechatronik: „Wir definieren die Mechatronik als Produkt aus der Automatisierungstechnik, der IT und der mechanischen Konstruktion.“ Die Expertise in diesen Teildisziplinen sei maßgeblich für die Funktionalität und die spätere Leistungsfähigkeit des mechatronischen Gesamtprozesses. „Wir haben Erfolg, da wir in der Mechatronik unser Know-how in den verschiedenen Geschäftsfeldern bündeln können“, unterstreicht Birgit Otte und nennt dafür zwei Beispiele: Evopro hat einen Testplatz für Lithium-Ionen-Batterien, wie sie in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden, in Betrieb genommen. Außerdem hat das Technologie-Unternehmen eine Maschine für den Einsatz von carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) im Automobilbau konstruiert. Der Prototyp bildet den Verarbeitungsprozess von CFK für die spätere Serienfertigung vom Konzept bis zur fertigen Anlage ab.

Dem Anspruch einer innovativen Unternehmenskultur will das Evopro-Management nicht nur bei der technologischen Entwicklung, sondern auch bei der Gestaltung der Arbeitswelt gerecht werden: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für uns ein zentrales Anliegen“, betont Otte. Die Firma bemühe sich stets, individuelle Lösungen zu finden, um Mitarbeiter im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen des Berufslebens und der Elternrolle zu entlasten. Einen hohen Stellenwert habe auch das soziale Engagement: So haben beispielsweise Führungskräfte von Evopro im Herbst 2012 ehrenamtlich im Käte-Reichert-Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt im Nürnberger Stadtteil St. Johannis einen Bewegungspark angelegt.

Großen Erfolg hat das Technologie-Unternehmen bei der Gewinnung und Unterstützung internationaler Fachkräfte. Die Evopro Systems Engineering AG erhielt im Februar den Preis „Vielfalt.Wachstum.Wohlstand“. Mit dieser Auszeichnung hat das Bundeswirtschaftsministerium vier mittelständische Unternehmen in Deutschland geehrt, die sich mit kreativen Ideen als Vorreiter für eine „herausragende Willkommenskultur“ profiliert haben.

Autor: aw.

  • www.evopro-ag.de
  • WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 04/2013, Seite 94