Bundesregierung will neuen Personalausweis markttauglich machen

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf zur Weiterentwicklung des neuen Personalausweises vorgelegt. Dabei wurden zentrale Forderungen des DIHK aufgegriffen. Der Gesetzentwurf soll ab März im Bundestag beraten werden und voraussichtlich im Juni in Kraft treten.

Kernpunkte des Entwurfs:

  • Dauerhafte Einschaltung der eID-Funktion bei allen neu ausgegebenen Personalausweisen und elektronischen Aufenthaltstiteln.
  • Starke Vereinfachung des Vergabeverfahrens für Berechtigungszertifikate für Organisationen, d.h. für Verwaltungen und  Unternehmen (künftig wird nur noch die Identität des Diensteanbieters überprüft, und er muss kurz darlegen,
    für welche Anwendungen er die eID-Funktion zu nutzen beabsichtigt).
  • Ausweisdaten sollen für bestimmte Anwendungen ohne PIN-Eingabe vor Ort ausgelesen werden können, so dass man sie nicht mehr händisch übertragen muss (in Schaltersituationen).
  • Identifizierungsdiensteanbieter können den Online-Identifizierungsvorgang für Dritte übernehmen (Analogie zum Post-Ident-Verfahren).

Parallel zum Gesetzgebungsverfahren läuft eine Standardisierungs-Initiative, so dass Handys mit einer sog. NFC 2-Schnittstelle als Lesegeräte genutzt werden können.

Der Gesetzentwurf ist hier abrufbar.