ascara Software: Im Jubiläumsjahr die Nachfolge geregelt

In vielen kleinen und mittleren Betrieben ist die Nachfolgeregelung ein schwieriges Kapitel. Nicht so bei der ascara Software GmbH in Rückersdorf: Geschäftsführer Edmund Weigert stellte zum 25-jährigen Firmenjubiläum seinen Sohn Timo als gleichberechtigten Geschäftsführenden Gesellschafter vor. Der 24-Jährige hatte seine Ausbildung als Fachinformatiker im elterlichen Betrieb abgeschlossen und danach fünf Jahre als Prokurist gearbeitet. Dass der Sohn von Anfang an in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist, bezeichnet Edmund Weigert als „Ideallösung und Sicherung seines Lebenswerkes“. Die Kunden von ascara kommen aus ganz Deutschland und aus Österreich, sie stammen aus mehr als 40 Branchen. Unternehmen aus Mittelfranken stehen ebenfalls auf der Referenzliste, beispielsweise die Mezger Heftsysteme GmbH in Altenfurt, einer der führenden deutschen Hersteller von Heftgeräten und -maschinen.

Alle Software-Lösungen, die auf einer stabilen Plattform sämtliche Geschäftsprozesse integrieren, werden selbst entwickelt. Abgedeckt werden mit den umfassenden Unternehmenslösungen alle wesentlichen Aktivitäten eines Betriebes, u.a. Warenwirtschaft, E-Business, Kundenmanagement, Ressourcenplanung und Marketing. EDV-Beratung und die Durchführung individueller Entwicklungsprojekte sowie Software-Lösungen in der „Cloud“, die den Kundenunternehmen zur Miete über zentrale ascara-Server zur Verfügung gestellt werden, sind weitere Aktivitäten. Da die Kunden zunehmend Apps wünschen, die auf Smartphones und Tablet-PCs mit Internet-Browser laufen, wurde das „Mobile Business Cockpit“ entwickelt, mit dem man von überall auf Unternehmensdaten zugreifen kann. Dafür erhielt das Unternehmen im Landkreis Nürnberger Land, das zehn Mitarbeiter beschäftigt (darunter drei Programmierer), im April 2012 den Innovationspreis-IT „Best of 2012“ der Initiative Mittelstand. Verantwortlich für die Entwicklung dieses Produkts war Timo Weigert, der schon seit dem 13. Lebensjahr programmiert.

Als neuer Geschäftsführender Gesellschafter ist er für den Internet-Bereich, vor allem für Produkte auf den Feldern E-Business und E-Commerce und deren Vertrieb zuständig, der Vater konzentriert sich mehr auf die klassischen Produkte und Projekte. Dieser ist auch noch in vielen Ehrenämtern aktiv, u.a. als Vorsitzender des Ortsverbandes Rückersdorf des BDS (Bund der Selbstständigen).

WiM – Wirtschaft in Mittelfranken, Ausgabe 10/2012, Seite 74